Von Asyut nach Berlin

Stipendiatin Basma Khoraga (rechts) aus Ägypten unterstützt das Berliner von Stefan Schwartze, Foto: privat.

Zunächst einmal möchte ich mich kurz vorstellen: Mein Name ist Basma Khoraga, ich komme aus Ägypten, studiere Germanistik, und zurzeit schreibe ich meine Masterarbeit im Fachgebiet „Deutsche Kultur- und Literaturwissenschaften“. Beruflich bin ich als Sprachlehrerin an einer ägyptischen Universität in Oberägypten tätig und daneben arbeite ich als freiwillige Mitarbeiterin in einer lokalen Hilfsorganisation in meiner Heimatstadt Asyut. Im Rahmen meines Berufes und meiner freiwilligen Arbeit habe ich mich oft mit der Frage beschäftigt: „Woher kommen die politischen Reformen? Von oben von der Regierung oder von unten vom Volk?“ Dann brach am 25. Januar 2011 die Revolution in Ägypten aus und mit ihr sind viele weitere Fragen aufgetaucht. Demokratie?! Was heißt das und wie wird Demokratie praktiziert? Seitdem habe ich mich entschieden, nach einer Antwort zu suchen

Das IPS-Programm ist eine hervorragende Chance für mich, um Antworten zu finden und einen näheren Einblick in die deutsche parlamentarische Arbeit und das deutsche System zu erlangen. Seit dem 1. März 2016 bin ich eine der „IPSler-innen“. Verschiedene Erfahrungen zu sammeln und neue Informationen zu bekommen war der interessante erste Teil des Programms. Die Besuche von Veranstaltungen, Workshops und Studien-Seminaren der politischen Stiftungen ermöglichten uns, das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Bundesrepublik Deutschland näher kennenzulernen. Seit dem 11. April 2016 läuft der praktische zweite Teil des Programms. Glücklicherweise gibt das Programm uns auch die Chance, unsere gesammelten theoretischen Erfahrungen mit neuer Praxiserfahrung zu verbinden. Das wird durch ein 3-monatiges Praktikum bei einem Abgeordneten des Deutschen Bundestages verwirklicht. Ich wurde ausgewählt, als Praktikantin bei Stefan Schwartze MdB zu arbeiten. Jetzt freue ich mich zu sagen, dass ich zur Fraktion der SPD gehöre. Die Arbeit im Büro von Herrn Schwartze gewährleistet mir einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise des Petitionsausschusses und des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Obwohl ich erst seit einer Woche hier bin, habe ich schon vieles erlebt und gelernt. Noch zweieinhalb Monate mit vielen Erlebnissen und Erfahrungen warten auf mich. Ich freue mich auf alles, was jetzt noch kommt.