Ein Kleiderladen für Enger - Stefan Schwartze informiert sich über neues Angebot des DRK

Stefan Schwartze lässt sich das Konzept von Matthias Brandt erklären
Stefan Schwartze lässt sich das Konzept von Matthias Brandt erklären

Kreis Herford/ Enger. Viele Kommunen im Kreis Herford haben sie bereits – eine Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Nun soll es auch in Enger ein Angebot geben. Den zukünftigen „Kleiderladen“ hat sich der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze jetzt angesehen und das Konzept vorstellen lassen.

Schwartze zeigte sich beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement des DRK sowie der Engeraner Bürgerinnen und Bürger: „Durch die zentrale Lage in der Innenstadt bekommt der Kleiderladen, aber auch das Rote Kreuz Aufmerksamkeit. Die gespendete Kleidung sowie die Bücher verbleiben zu einem Großteil in Enger und kommen hier den Menschen direkt zu Gute“.

„Wir haben seit einem dreiviertel Jahr überlegt, wo wir in Enger einen Kleiderladen eröffnen können. Über Christian Rothschild hat sich dann die Lösung im ehemaligen Fahrradladen ergeben“, erklärte Matthias Brandt vom DRK-Ortsverein.

Die Organisation des Kleiderladens wird von einem ehrenamtlichen Team übernommen. „Wir haben die Wände bereits gestrichen. Der Fußboden folgt noch. Dann werden wir die bereits eingetroffenen Sachen sortieren und einräumen. Farbe, Regale, Kleiderständer und weitere Produkte wurden gespendet oder günstig zur Verfügung gestellt“, sagte Brandt.

Zurzeit helfen fünf bis sechs Personen bei der Renovierung. Das Verkaufsteam wird aus 15 bis 18 Helfern bestehen. „Ein Flüchtling ist bei uns im DRK aktiv. Er hilft im Kleiderladen und bei der Kommunikation mit. Außerdem haben wir Kontakt zum Haus der Kulturen aufgenommen. Der Kleiderladen wird auch bei der Integration helfen“, so Brandt.

Kleidung kann man nicht nur während der Ladenöffnungszeiten abgeben. „Wir werden hinter dem Haus drei Kleidercontainer aufstellen, die wir leeren und sichten“, erklärte Brandt. Es verstehe sich von selbst, dass nur saubere Kleidung im Container landen oder im Laden abgegeben werden soll.

Bis zur Eröffnung sind noch einige organisatorische Fragen zu klären: Wie wird mit Ladenhütern umgegangen? Wann und wie oft soll der Laden geöffnet sein?

Die Erfahrung zeigt bereits jetzt, dass Kleiderkammern gut angenommen werden. Der Kleiderladen in Enger wird allen offen stehen, ein Bezugsschein wird nicht benötigt.