“Kann man nicht zur Organspende verpflichten?” - Schüler der Gesamtschule Rödinghausen mit Stefan Schwartze im Gespräch

Schülerinnen und Schüler der 9a mit Marie Klaphake, Jochen Dilger und Stefan Schwartze
Schülerinnen und Schüler der 9a mit Marie Klaphake, Jochen Dilger und Stefan Schwartze

Kreis Herford. Fragen zur Organspende stehen nicht unbedingt täglich auf dem Lehrplan, aber der Besucher der Klasse 9a war auch kein alltäglicher Besucher. Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Rödinghausen werden im September Richtung Berlin aufbrechen und unter anderem den Deutschen Bundestag besuchen. Kurzerhand luden sie den SPD-Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze zu sich in die Schule ein, damit er ihnen über seine Arbeit in Berlin erzählen konnte.

Schwartze folgte der Einladung gern und berichtete den Schülerinnen und Schülern über seine nunmehr dritte Kandidatur, über seine Themenschwerpunkte während der letzten Jahre, über seine Arbeit in seinen Ausschüssen.

Zum Beispiel erläuterte er, warum ihn, als jugendpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, die unbefriedigende Ausbildungsplatzsituation im Kreis Herford besonders umtreibt – ein Thema, das auch für einige der Schüler bald interessant werden könnte. Oder die Tatsache, dass auch viele junge Erwachsene mehrere Jobs machen müssen, um sich über Wasser halten zu können.

Der zweite Arbeitsbereich des Abgeordneten, der Ausschuss für Petitionen, wurde dann auch gleich anhand eines Beispiels aus der vergangenen Legislaturperiode diskutiert. Dabei warf eine Schülerin die Frage auf, ob man nicht aufgrund der zu geringen Zahl an Spendern zur Organspende verpflichten könne. Eine kontroverse Frage. Obwohl selbst Befürworter der Organspende, ist Schwartze gegen eine solche Verpflichtung. Das Recht auf  Selbstbestimmung einer jeden Person gelte auch über das Leben hinaus.

Eine Probeabstimmung gab es außerdem zur gerade erst im Bundestag und im Bundesrat beschlossenen „Ehe für alle“, die eine hundertprozentige Zustimmung in der Klasse fand.

Weitere Themen wurden kurz angerissen, es hätten noch viele weitere sein können. Und der baldige Besuch der Bundeshauptstadt wird sicherlich noch für weiteren Gesprächsstoff sorgen. Stefan Schwartze dankte den Schülerinnen und Schülern für ihre Einladung und wünschte ihnen eine spannende Reise nach Berlin.