Die SPD-Bundestagsfraktion fordert zusammen mit den Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/die Grünen, dass die Bundesregierung sich bei den Vereinten Nationen dafür einsetzt, den 22. September als Weltmädchentag zu deklarieren. Damit der Tag über Symbolik hinausgeht, stehen alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte in der Pflicht, ihn durch entsprechende Initiativen mit Leben zu füllen.
Obwohl Frauen und Männer gemäß allen Menschenrechtskonventionen ausdrücklich gleichgestellt sind, erfahren Frauen und Mädchen in vielen Teilen der Welt Benachteiligung, Ausbeutung, Gewalt und Ausgrenzung. Um die Diskriminierung und Ausbeutung von Mädchen zu beenden und ihre Rechte zu gewährleisten, bedarf es eines noch stärkeren öffentlichen Bewusstseins für ihre Situation und eines aktiven politischen Handelns, in den Industrie- ebenso wie in den Entwicklungsländern. Weder am Internationalen Frauentag noch am Weltkindertag wird bislang auf die besondere Situation der Mädchen hingewiesen.
Dabei sind Mädchen besonders häufig Opfer von Diskriminierung und Gewalt. Deshalb hat die kanadische Regierung im Frühjahr 2011 beschlossen, sich offiziell bei den Vereinten Nationen für die Einführung eines Weltmädchentages einzusetzen. Ein solcher Tag soll weltweit auf die Rechte von Mädchen aufmerksam machen.