„Flüchtlinge brauchen Perspektiven in ihren Heimatregionen“ - 10. Klassen der Goethe-Realschule Löhne holten Gespräch mit MdB Stefan Schwartze nach

MdB Stefan Schwartze im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 10a und 10b der Goethe-Realschule in Löhne.

Die Jugendlichen hatten gemeinsam mit Ihrer Lehrerin Anke Funk vor einigen Woche auf Einladung von Stefan Schwartze den Deutschen Bundestag besucht. Damals musste das in Berlin vorgesehene Gespräch mit dem Abgeordneten wegen einer namentlichen Abstimmung im Bundestagsplenum ausfallen. Jetzt nutzten die beiden 10. Klassen die Gelegenheit, sich über den Werdegang und die Arbeitsschwerpunkte des Abgeordneten zu informieren und mit ihm über aktuelle politische Themen zu diskutieren.

Im Mittelpunkt des Interesses der jungen Leute standen die jüngsten Terroranschläge und Ursachen für die großen Flüchtlingsbewegungen in der Welt. Stefan Schwartze zeigte sich überzeugt, die Situation in den Krisenregionen müsse deutlich verbessert werden, wenn man verhindern wolle, dass sich Menschen auf eine lange, gefährliche, oftmals todbringende Flucht begeben. „Sie brauche genug zu essen, medizinische Versorgung, Schulbildung und Perspektiven für Erwachsene – und das vor Ort. Die westliche Welt hat vor den Problemen lange die Augen verschlossen und wird jetzt massiv mit Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit von Millionen Menschen konfrontiert“, erläuterte Schwartze die Hintergründe der gestiegenen Flüchtlingszahlen.

Besorgte Fragen stellten die Realschüler auch zu den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht. Stefan Schwartze: „Diese Übergriffe sind schärfstens zu verurteilen. Unser Sicherheitsapparat, so wie er jetzt personell ausgestattet ist, funktioniert in normalen Zeiten. Es zeigt sich aber, dass er bei solch einer Herausforderung nicht ausreicht und wieder hochgefahren werden muss.“ Um Frauen wirkungsvoller gegen sexualisierte Gewalt zu schützen, müsse auch das entsprechende Gesetz verschärft werden. Ein Vorschlag seiner Fraktion dafür liege bereits seit längerem vor.