Tagespraktikum bei der Biologischen Station Ravensberg - „Ohne ehrenamtliche Unterstützung ist die Arbeit nicht zu schaffen“

Stefan Schwartze beim Freistellen der Teiche im Naturschutzgebiet Doberg

Kreis Herford/ Kirchlengern. Gebietskontrollen, Teiche freistellen, Obstbaumschnitt, Vogelbeobachtungen oder die Suche nach der Losung eines Fischotters: Diese und noch viel mehr Aufgaben übernimmt die Biologische Station Ravensberg. Einen Einblick in die haupt- und ehrenamtliche Arbeit bekam der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze jetzt bei seinem Tagespraktikum.

Gestartet war das Team der Biologischen Station im Naturschutzgebiet Doberg – die Teiche mussten von Ästen, Laub und Strünken befreit werden. „Das war für mich keine völlig unbekannte Arbeit. Beim Haus meiner Eltern gibt es Hecken, die an Bachläufen entlang wachsen. Das ist dort ähnlich, nur nicht ganz so schlammig“, sagte Stefan Schwartze MdB.

Die Teiche im Naturschutzgebiet Doberg werden regelmäßig von der Biologischen Station gepflegt. „Würden wir die Teiche nicht regelmäßig freistellen, würden sie zuwachsen, zu stark beschattet oder nach einiger Zeit verlanden. Dann sind sie nicht mehr interessant für Amphibien wie zum Beispiel den Kammmolch oder für Insekten wie den Libellen“ erklärte Klaus Nottmeyer, Leiter der Station, die Notwendigkeit der Maßnahme. Mit dabei waren natürlich auch die beiden Bundesfreiwilligendienstler Miriam Buggenthin und Loris Mendrina und die langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin Doris Meyer. Georg Borchard, hauptamtlicher Mitarbeiter und Malte Köster, Praktikant im Freiwilligen Ökologischen Jahr, komplettierten das Einsatzteam.  

Stefan Schwartze beim Freistellen der Teiche im Naturschutzgebiet Doberg

Am Nachmittag ging es für Schwartze und Nottmeyer weiter in den Engeraner Bruch. Hier galt es die Flächen zu kontrollieren. „Einige Flächen sollten jetzt gemäht werden. Das Wetter ist dafür ideal. Außerdem werden wir Vögel beobachten“, erklärte der Ornithologe.

Nach einem kurzem Zwischenhalt auf den Blutwiesen in Löhne und der Begehung der neu entstandenen Fläche im Rahmen des Autobahnbaus, fand das Tagespraktikum in Vlotho den Abschluss.   

Auf dem Eiberg in Vlotho mussten Zäune kontrolliert werden. „Das ist ja direkt in meiner alten Nachbarschaft. Früher bin ich hier auch zur Grundschule gegangen. Die gibt es aber nicht mehr“, berichtete der SPD-Bundestagsabgeordnete Schwartze.

Stefan Schwartze zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Aufgaben. „Ohne ehrenamtliche Unterstützung sind diese vielen Aufgaben nicht zu schaffen. Schön, dass es in der Biologischen Station die Möglichkeit gibt sich über den Bundesfreiwilligendienst, als Praktikant im freiwilligen ökologischen Jahr oder als Ehrenamtler zu engagieren“, sagte Schwartze. Das Freiwillige Ökologische Jahr wird schon seit 21 Jahren in der Station angeboten.

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