Ein Kokon für das Foyer - Stefan Schwartze im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern des Anna-Siemsen-Berufskollegs

Stefan Schwartze im Gespräch mit Lehrerin Simone Adams-Weggen und den Schülerinnen und Schülern der internationalen Klassen
Stefan Schwartze im Gespräch mit Lehrerin Simone Adams-Weggen und den Schülerinnen und Schülern der internationalen Klassen
Herford/Bad Oeynhausen. Sägen, bohren, schrauben. Die Schülerinnen und Schüler der drei internationalen Klassen am Anna-Siemsen-Berufskolleg Herford haben einen „Kokon“ für das Foyer gebaut. Die Kommunikation untereinander und die gemeinsame Arbeit am Projekt standen dabei im Vordergrund.
Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze informierte sich jetzt über das Projekt und zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Schüler und Pädagogen. „Ich glaube nicht, dass das jeder hätte machen können. Man muss sich genau überlegen, wie man es am besten hinbekommt“, so Stefan Schwartze.

Die 14 Schülerinnen und Schüler aus  Afghanistan, Ägypten, Burkina Faso, dem Irak, Syrien oder Sri Lanka wurden bei ihrem Projekt von Oliver Schübbe (Recycling- und Upcycling-Designer) und Lehrerin Simone Adams-Weggen unterstützt. Zusätzlich zu dem Kokon, der an einen Iglu erinnert, sind auch Sitzgelegenheiten entstanden. Drei Hocker und ein Tisch laden zum Verweilen ein. „In den Pausen merkt man den veränderten Raumklang. Das ist etwas Besonderes, etwas Schönes – man kommt zur Ruhe. Für die Schüler war es was anderes, als im Unterricht Deutsch zu lernen“, erklärte Adams-Weggen.

Zurzeit wird ein neuer Platz für den Kokon gesucht, der nach Weihnachten dem nächsten Projekt im Foyer weichen muss.

Den Bundestagsabgeordneten Schwartze interessierten auch die Ängste und Sorgen in Hinblick auf die Bleibeperspektive der Schüler und ihre Zukunftswünsche. Dabei wurde deutlich, dass viele Schüler schon wissen, was sie später werden wollen – Krankenpfleger, Friseur, Apotheker, Autolackierer oder weiter zur Schule gehen und studieren.

Im Gespräch mit der Schulleiterin Britta Nolte erfuhr Schwartze, dass die Ressourcen für internationale Klassen knapp sind. Kleinere Gruppen wären wünschenswert, sind aber nicht immer möglich, es gebe zu wenig speziell ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer. Sie halte es für wichtig, dass nicht nur die Sprache erlernt werde, sondern auch gesellschaftliche Werte und das Verständnis für andere Kulturen vermittelt würden.