Ein besonderer Arbeitsbereich - Stefan Schwartze MdB zu Besuch in den neuen Räumlichkeiten von „Die Klinke“ – Arbeit mit psychisch Kranken fordert Multiprofessionalität

SPD-Abgeordnete zu Besuch bei "Die Klinke"
SPD-Abgeordnete zu Besuch bei "Die Klinke"

Kreis Herford. Hell und freundlich scheint die Sonne durch die großen Fenster des Neubaus in Herford. Die Atmosphäre ist entspannt, im „KlinkenTreff“ im Erdgeschoss gibt es frischen Kaffee und einige Besucher sitzen auf der großen Terrasse im Garten und genießen die Sonne.

Seit einiger Zeit kann die „Gemeinnützige Gesellschaft für psychosoziale Arbeit im Kreis Herford mbH“ - alias „Die Klinke“ - die neuen Räumlichkeiten an der Kurfürstenstraße nutzten. Ambulanter Dienst und Geschäftsstelle finden dort genügend Platz und in der offenen Kontakt- und Begegnungsstätte „KlinkenTreff“ können sich psychisch Kranke täglich treffen und gemeinsam oder mit Mitarbeitern Zeit verbringen.

Bundestagsabgeordneter Stefan Schwartze und die Landtagsabgeordneten Angela Lück und Christian Dahm trafen sich mit Günter Kanschat, Klinken-Geschäftsführer, Karin Buhre-Rödel, Vorstandsvorsitzende und Nils Sundermann, Diplom-Sozialpädagoge, um sich über den geschaffenen Neubau und die speziellen Erfordernisse der Arbeit mit psychisch kranken Menschen auszutauschen.

Der Bau des neuen Gebäudes sei „weitestgehend gut gegangen“, berichtete Günter Kanschat bei einem gemeinsamen Rundgang. Die Bauart und die Steinwolledämmung schaffe eine gute Akustik in den Räumen. Das böte eine passende Atmosphäre für Patienten und Mitarbeiter und mache „die Arbeit angenehmer“.

Insgesamt betreut die Einrichtung 30 ständige Klienten und 250 „Laufklienten“, die zum Beispiel an einigen Tagen in der Woche den KlinkenTreff besuchen. Neben Gesprächsräumen und Büros, finden sich im Gebäude auch Räume, in denen kreativ gearbeitet werden kann. Gleichzeitig kümmern sich die Mitarbeiter um das „Betreute Wohnen“, in dem den Klienten ein eigenständiges Leben ermöglicht werden soll. Ohne den Einsatz von Mitarbeitern aus verschiedenen Berufsfeldern würde dieser multiprofessionelle Ansatz nicht funktionieren.

Probleme sehen Kanschat, Buhre-Rödel und Sundermann im „Fehlen von Wohnraum für psychisch Kranke“ im Kreis, den immer jüngeren Klienten und darin, dass Menschen immer mehr hinter „Bedarfsangaben“ verschwinden und so die psychische Behandlung erschwert wird.

Dass die Mitarbeiter der Klinke beeindruckende Arbeit leisten, da waren sich die SPD-Abgeordneten einig. „Psychisch kranke Menschen bilden eine ganz besondere Patientengruppe mit speziellen Anforderungen, die wir in unserer Arbeit bedenken und fördern müssen. Gerade der Hinweis darauf, dass Patienten immer jünger zu werden scheinen und sich dadurch die Anforderungen an die Arbeit hier verändern, hat uns gezeigt, dass es noch viel Redebedarf gibt“, so Stefan Schwartze nach dem Gespräch.