Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ startet – Kreis Herford ist dabei - Ziele sind mehr Qualifizierung, bessere Arbeitsbedingungen und gute Zusammenarbeit in der Kindertagespflege

Stefan Schwartze
Stefan Schwartze

Berlin/Kreis Herford. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey stellte heute (1. Februar) das neue Bundesprogramm „ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“ vor: Bis 2021 wird das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bundesweit 43 Standorte mit insgesamt 22,5 Millionen Euro dabei unterstützen, die Kindertagespflege weiter zu stärken.

Stefan Schwartze, SPD-Bundestagsabgeordneter für den Kreis Herford und die Stadt Bad Oeynhausen und Mitglied im zuständigen Bundestagsausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sieht die Kindertagespflege als wichtige und notwendige Ergänzung zur Kita und hält die Förderung deshalb für unerlässlich. „Die Kindertagespflege ist für viele Eltern eine sinnvolle Alternative zur Kitabetreuung“, so Schwartze.

Das Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ setzt drei Schwerpunkte. „Es geht um mehr Qualifizierung der Kindertagesmütter und -väter, zum Beispiel durch Fortbildungsförderung. Außerdem wollen wir für bessere und planbare Arbeitsbedingungen sorgen. Und drittens soll eine gute Zusammenarbeit untereinander gefördert werden, beispielsweise durch die Finanzierung einer Koordinierungsstelle bei den jeweiligen Jugendämtern, die sich der Vernetzung und Beratung der Kindertagesmütter und -väter widmet“, beschreibt Schwartze die Zielsetzung des Programms.

Auch der Kreis Herford hatte sich um Fördermittel aus dem Programm beworben und erhält bis Ende 2021 bis zu 150.000 Euro pro Jahr. Landrat Jürgen Müller zeigt sich dankbar für den Zuschlag: „Ich freue mich, dass wir mit unserer Projektbewerbung überzeugen und als einer von 43 Standorten bundesweit ausgewählt wurden. Zusammen mit der AWO werden wir uns umgehend um eine Umsetzung kümmern, also beispielsweise die zeitnahe Einrichtung der Koordinierungsstelle. Es ist ein gutes Projekt, das vielen Eltern helfen und vielen Kindern zugutekommen wird“.

Neben der Kita steht heute die Kindertagespflege gleichberechtigt als attraktive, bedarfsgerechte und familiennahe Betreuungsform. Die Zahl der Kinder unter drei Jahren in der Kindertagespflege stieg zwischen 2006 und 2018 um 280 Prozent. Knapp 44.200 Kindertagesmütter und -väter betreuen heute rund 167.500 Kinder.