Millionenförderung des Bundes für das OWL-Forums beschlossen

Johannes Kahrs und Stefan Schwartze
Die Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs und Stefan Schwartze haben gute Nachrichten für den Kreis Herford

Berlin/Herford. In seiner heutigen, sogenannten Bereinigungssitzung hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Förderung des geplanten OWL-Forums in Herford beschlossen. Er bewilligte damit Fördermittel in Höhe von 32,3 Mio. Euro. Dies teilte Stefan Schwartze, SPD-Abgeordneter für den Kreis Herford und die Stadt Bad Oeynhausen, nach Abschluss der Sitzung mit.

Bereits im Juni fanden erste Gespräche zwischen Bürgermeister Tim Kähler und den Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze und Johannes Kahrs statt, die sich schnell für das Projekt begeistern konnten. Um die veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von circa 97, Mio. Euro stemmen zu können, sollen sich der Bund und das Land NRW an den Kosten beteiligen. Mit dem Beschluss in der Bereinigungssitzung erfüllt der Bundestag nun seinen Teil der erhofften Förderung. „Ich hoffe, dass jetzt auch das Land NRW seinen finanziellen Teil für dieses richtungsweisende und unterstützungswürdige Projekt leistet“, erklärte Schwartze.

Das OWL-Forum soll ein kulturelles Veranstaltungszentrum mit den Hauptnutzern Nordwestdeutsche Philharmonie (NWD) und Theater werden, das durch ein vielfältiges und flexibles Raumangebot mit moderner Ausstattung und gehobenem Ambiente außerdem Nutzungsmöglichkeiten als Tagungsstätte und für Live-Entertainment in Form von Comedy, Kabarett und Konzert etc. bietet. Darüber hinaus soll das Forum auch für bürgerschaftliche Veranstaltungen geöffnet werden.

Angelehnt an die Bedarfe von NWD und Theater soll das zukünftige OWL-Forum mit einem für 1.000 Personen mit bestmöglicher Konzertakustik sowie einem 600 Besucher fassenden Theaters-aal ausgestattet werden. Des Weiteren sehen die Planungen einen Probensaal für die NWD, eine Studiobühne, einen großzügigen Backstage-Bereich, Neben- und Verwaltungsräume sowie die Infrastruktur für einen modernen Orchestersitz und die Theaterverwaltung vor.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, wird eine Fläche von 12.310 Quadratmetern benötigt. Zusätzlich ist eine Tiefgarage mit 240 Stellplätzen in den Planungen berücksichtigt.

Das Bauvorhaben soll als Best-Practice-Beispiel für einen aktiven Klimaschutz und eine bessere Finanzierbarkeit von Kultureinrichtungen durch energetische Optimierung dienen und somit zum nationalen Modellprojekt werden.

Auszeichnen soll sich das OWL-Forum durch eine außergewöhnliche Architektur, modernste technische Lösungen, die eine multifunktionale und flexible Nutzung ermöglichen, sowie ein anspruchsvolles energiewirtschaftliches Konzept. Der Neubau wird in einer nachhaltigen Bauweise konstruiert, um dem aktuellsten ökologischen und energetischen Anspruch Rechnung zu tragen. Dies kann u. a. durch Holzbaustrukturen, Photovoltaik-Fassade oder eine hohe Recycling-Quote erreicht werden.

Für die Realisierung des OWL-Forums wird ein Zeitraum von vier bis fünf Jahren angenommen, sodass aktuell mit einer Eröffnung im Jahr 2025 ausgegangen wird.

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