Sprache ist der Schlüssel zur Welt - Stefan Schwartze MdB besucht Sprach-Kita in Herford – zweite Förderwelle gestartet

Stefan Schwartze MdB zu Besuch in der Sprach-Kita Bornbrede
Stefan Schwartze MdB mit Einrichtungsleiterin Claudia Joseph

Kreis Herford. In den Gruppen der Kita Bornbrede ist ganz schön was los. Es wird gebastelt, gebaut und herumgetollt. Und was wichtig ist: Es wird viel geredet. Denn die Kita an der Quedlinburger Straße ist eine von fast 20 Sprach-Kitas im Kreis Herford.

Gefördert werden diese vom Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“.  Gute Nachrichten konnte der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze am Anfang dieser Woche für die beteiligten Einrichtungen überbringen: „Die zweite Förderwelle des Bundesprogramms ist gestartet. Mit der Anhebung der Mittel kann die Zahl der rund 3.500 Sprach-Kitas verdoppelt werden. Davon profitiert auch der Kreis Herford.“ Neben der Kita Bornbrede und anderen Kitas, die in der ersten Förderwelle ihren Platz gefunden haben, konnten jetzt noch acht weitere Kitas in das Programm aufgenommen werden.

Mit dem Bundesprogramm wird eine zusätzliche halbe Stelle für eine Fachkraft in den Kitas gefördert. „Die Kita-Teams werden darin unterstützt Programminhalte weiterzuentwickeln. Schwerpunkte der Sprach-Kitas liegen dabei in den Bereichen: Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, die Förderung einer inklusiven Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien“, erklärte Schwartze.

Das Programm richte sich insbesondere an Kindertageseinrichtungen, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichem Förderbedarf besucht werden.

Wie eine solche Sprach-Kita vor Ort ihr Konzept umsetzt, das zeigte Einrichtungsleiterin Claudia Joseph Besucher Stefan Schwartze am Dienstag in der Bornbrede. Insgesamt 90 Kinder profitieren dort von den Programminhalten und der Umsetzung durch die 16 Erzieherinnen. Die Kinder der Kita sprechen viele verschiedene Sprachen, wie Arabisch, Türkisch oder Russisch. In der alltäglichen Kommunikation gehen die Erzieherinnen ganz detailliert auf die genaue Aussprache in den Gesprächen mit den Kindern ein. An den Einrichtungsgegenständen kleben kleine Schilder mit Aufschriften, wie „Ein Stuhl“, um Wörter zu visualisieren. Besonders wichtig sei aber auch die gute Beziehung zu den Eltern, die in die Arbeit mit den Kindern stark einbezogen werden, so Claudia Joseph. „Das Förderprogramm ist sehr gut durchdacht“, findet die Leiterin. Die Zusammenarbeit zwischen den Multiplikatoren des Programms und den Kitas funktioniere gut.

Stefan Schwartze zeigte sich beeindruckt von dem vielfältigen Programm sowie der Umsetzung vor Ort. Um einen noch besseren Überblick über die unterschiedlichen Ansätze zu bekommen, sind noch weitere Besuche in Kindertageseinrichtungen geplant.  

Anhang: Übersicht geförderte Sprach-Kitas im Kreis Herford
Anhang: Übersicht geförderte Sprach-Kitas im Kreis Herford