Stefan Schwartze informiert sich über das Ausbildungsangebot beim Marktkauf Herford

Ausbildung beim Marktkauf Herford - Stefan Schwartze im Gespräch
v.l.n.r. Thorsten Take (Marktleiter), Stefan Schwartze MdB und Thomas Brand (Verwaltungsleiter).

Herford. Die Voraussetzungen für eine gute Ausbildung beim Marktkauf sind gut. An Vielfältigkeit mangelt es nicht. Und trotzdem herrscht Nachwuchsmangel. „Wir kriegen kaum Bewerbungen von Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse. Wir sind tarifgebunden und ein zertifizierter Ausbildungsbetrieb. Bei uns gibt es viele Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten. Die Kosten für Weiterbildungen übernimmt natürlich das Unternehmen.“, sagte Thomas Brand, Verwaltungsleiter.

Stefan Schwartze kennt das Problem. „Im Kreis Herford kommt ein Bewerber auf 0,74 Stellen. Der Kreis Herford steht im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit immer noch schlecht da. Insbesondere im Handwerk mangelt es an Nachwuchs“, so Schwartze.

Der Marktkauf Herford begegnet dem Problem mittlerweile mit dem Versuch, feste Partnerschaften an Schule einzurichten. Und so Azubis für den Einzelhandel zu begeistern. Zum 1. August werden vier Auszubildende beim Marktkauf in Herford ihre Ausbildung beginnen. Das Ausbildungsangebot beim #Marktkauf ist breit gefächert. Neben der klassischen dualen Ausbildung zum Kaufmann/ zur Kauffrau im Einzelhandel gibt es zum Beispiel auch Ausbildungsplätze zum Frischespezialist, zum Fachverkäufer, zur Kauffrau/ Kaufmann im Einzelhandel oder Handelsfachwirt/in. Auch ein duales Studium kann beim Marktkauf absolviert werden. Hier bieten sich Möglichkeiten im Markt, in der Produktion, in der Logistik, im Großhandel oder in der IT.

Auch die Ausbildung in Teilzeit ist beim Marktkauf in Herford möglich. Das Angebot wird vor allem von jungen Frauen wahrgenommen. 

In dem Gespräch wurde allerdings auch deutlich, dass Alleinerziehende oft keine Chance haben einen Ausbildungsplatz zu finden. Oftmals fehlt ein Netz, das in Notsituationen auffängt. Gerade für junge Frauen, junge Familien oder Alleinerziehende ein echtes Problem.

„Wir brauchen klare Verbesserungen in den Hilfesystemen. Insbesondere, wenn Kinder krank werden, gibt es niemanden, der einspringen kann. Das ist gerade für Alleinerziehende eine Notsituation. Hier müssen wir Netzwerke schaffen – Paten, ehrenamtliche Omas und Opas, pensionierte Ausbilder und Berufsschullehrer. Über den Runden Tisch „Demografischer Wandel“, werden wir das Thema Familienfreundlichkeit bearbeiten. Dort werde ich die Idee eines ehrenamtlichen Netzwerkes mit hauptamtlicher Unterstützung einbringen.“, sagte Stefan Schwartze.

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