Strategien für bezahlbaren Wohnraum - Stefan Schwartze zum Firmenbesuch bei den Kalksandsteinwerken Westfalen-Lippe in Enger

Geschäftsführer Dr. Hans Georg Leuck und Stefan Schwartze
Geschäftsführer Dr. Hans Georg Leuck und Stefan Schwartze

Kreis Herford. Innovative Ideen, Trends, Entwicklungen in der Baubranche. Beim Gespräch mit der Geschäftsführung der Kalksandsteinwerke Westfalen-Lippe am Standort in Enger informierte sich der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze über aktuelle Themen. Neben Informationen über den Ausbau des Werkes stand dabei die Mauerwerkstrategie 2030 im Mittelpunkt.

Besonders wichtig war im Gespräch der Punkt bezahlbarer/sozialer Wohnraum. Die Wohnsituation im ländlichen Raum macht Stefan Schwartze Sorgen. „Die Mieten im Kreis Herford sind stark gestiegen und der soziale Wohnungsbau ist zurzeit nicht refinanzierbar. Auch die Preise für Eigenheime sind im Kreis deutlich nach oben gegangen. Einige positive Beispiele, um dem entgegenzuwirken gibt es bereits, in Bielefeld mit dem Wohnungs- und Quartiersmanagement sowie mit dem Projekt „Jung kauft Alt“ in Hiddenhausen. Ich sehe hier auch den Bund in der Pflicht Konzepte zu entwickeln“, sagte Schwartze.

Eine Offensive für bezahlbares Wohnen und den sozialen Wohnungsbau fordert auch der Geschäftsführer Dr. Hans Georg Leuck. Die Mauerwerkstrategie 2030 mit ihren politischen Forderungen hat er dafür Stefan Schwartze mit auf den Weg gegeben. „Wir brauchen ein Konzept. Zurzeit sind Bund, Länder und Kommunen beteiligt und machen komplexe Vorgaben. Das Baurecht muss entschlackt und vereinheitlicht werden. Und wir brauchen eine Baulandoffensive für Ballungszentren. Hier sind Wohnungen Mangelware“, sagt Leuck. Ein bundesweites Baurecht hält auch der SPD-Bundestagsabgeordnete für wichtig. Das funktioniert aber nur, wenn die Länder mitmachen.

„Wir müssen auch die demografischen Entwicklungen in den Blick nehmen. Insbesondere der Bedarf an kleinen, barrierefreien Wohnungen ist gestiegen“, so Schwartze. Um diesem Bedarf kurzfristig gerecht zu werden, müsste Bauland günstig zur Verfügung stehen.

Abschließend überreichte Dr. Leuck dem Bundestagsabgeordneten die Mauerwerkstrategie 2030 und eine Kiste mit den vier Mauersteinarten: Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton. „Massivbauten aus Mauerwerk sind über den gesamten Lebenszyklus mindestens ebenso nachhaltig wie Holzbauten. Zudem ermöglichen sie eine kostengünstige Bauweise. Die einseitige staatliche Förderung für den Bau mit Holz muss kritisch hinterfragt werden“, erklärte der Geschäftsführer.

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